Zwingerhusten beim Hund

23. Oktober 2016

Der zur Zeit gehäuft auftretende Zwingerhusten ist eine Erkrankung der oberen Luftwege des Hundes durch ganz unterschiedliche Viren und Bakterien. Er ist hochgradig ansteckend und verbreitet sich per Tröpfcheninfektion. Zwingerhusten tritt vor allem dort auf, wo viele Hunde aufeinander treffen (Übungsplätze, Hundewiesen, Tierheime und –pensionen etc.).

Zwei bis mehrere Tage nach der Ansteckung beginnen die Symptome, wobei häufig nur Husten auftritt. Dieser ist besonders stark nach jeder Veränderung des Atemrhythmus (Freude, Aufregung, Bellen, Anstrengung) sowie beim Wechsel von kalter und warmer Luft. Hin und wieder tränen auch die Augen und die Nase läuft. Die Erkrankung ist in der Regel harmlos und verschwindet wieder nach ca. einer Woche. Komplikationen wie eitrige Bronchitis, Lungenentzündung, Fieber und Abgeschlagenheit treten bei aggressiveren Erregern wie Parainfluenzaviren oder Bordetella-Bakterien auf. Aber auch gestresste oder verwurmte Tiere sind empfindlicher und können oft viele Wochen erkranken.

Mögliche andere Ursachen für Husten können Fremdkörper, Lungenwürmer,  Allergien, Anomalien der Luftwege, Herzerkrankungen oder Staupe sein.

Ist der Hund erstmal krank, dann helfen hustenreizlindernde und schleimlösende Säfte. Bei gestörtem Allgemeinbefinden müssen evt. Antibiotika eingesetzt werden. Dann spätestens empfiehlt sich der Gang zum Tierarzt.

Auf jeden Fall sollten erkrankte Tiere von anderen ferngehalten werden, um eine rasche Ausbreitung der Infektion zu verhindern. Körperliche Anstrengungen verbieten sich für die Zeit der Erkrankung.

Vorbeugen kann man mit einer Impfung gegen die aggressivsten Erreger des Zwingerhustens. Aber wie bei der Grippe-Impfung des Menschen ist Hund hiermit nicht gegen jede Erkältung geschützt.

Und wie sieht es mit der Ansteckungsgefahr für den Menschen aus?

Wie gesagt, Zwingerhusten wird von ganz unterschiedlichen Erregern verursacht. Diese sind teils sehr wirtsspezifisch für den Hund, teils auch ansteckend für den Menschen. Aber meistens geht die Ansteckung eher umgekehrt: Während Mensch den Kopf vom hustenden und schniefenden Hund eher weghält, gibt es für Hund nichts Schöneres, als dem kranken Menschen Gesellschaft zu leisten und sich ganz nah ran zu kuscheln…

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