Unsere Haustiere im Winter

29. November 2017

Mit der kalten Jahreszeit fragen Tierbesitzer häufig nach, ob sie bei ihren Lieblingen im Winter besondere Dinge beachten müssen.

Für Hund, Katze und Kaninchen gilt wie für uns: Im Winter ist die Zimmerluft heizungsbedingt viel trockener. Dies kann auch bei den Tieren zu einer trockenen, juckenden Haut führen. Abhilfe können Luftbefeuchter in der Wohnung schaffen. Spezielle feuchtigkeits-spendende Shampoos helfen die Haut zu pflegen. Für Wasserscheue oder für zwischendurch gibt es auch Lotionen, die auf die Haut aufgetragen oder aufgesprüht werden können.

Beim Spaziergang im Freien brauchen die wenigsten Hunde wirklich einen Hundemantel. Ausnahme sind vielleicht einige Rassen wie z. B. Whippets mit sehr kurzem und dünnem Fell bei frostigen Temperaturen. Ansonsten frieren Hunde in Bewegung nicht wirklich. Kalt wird es erst beim längeren Herumstehen. Aber da geht es uns ja genauso: Auf dem Weihnachtsmarkt brauchen wir den Glühwein von innen und dicke Jacke von außen, um nicht zu frieren. Beim Joggen reicht da viel weniger.

Hundepfoten sind im Winter Schnee, Eis und Streusalz ausgesetzt. Das macht die Pfoten oft rissiger oder verursacht Scheuerstellen, die dann zu schmerzhaften Entzündungen führen können.

Nach jedem Spaziergang unter diesen Bedingungen sollten deshalb die Pfoten gut gereinigt werden. Am besten schwenkt man sie in einem kleinen Eimer mit lauwarmem Wasser und trocknet sie anschließend gut ab. Lange Haare, an denen Schnee- und Eisklumpen hängenbleiben, können etwas gekürzt und die Pfoten mit einer Fettcreme oder Vaseline gepflegt werden.

Treten Schnittverletzungen an den Pfoten auf, so sollten sie einem Tierarzt vorgestellt werden. Durch das Fettpolster unter der Hornhaut klaffen diese Wunden häufig stark und heilen sehr langsam zusammen.

 

Kaninchen sind bei einer Haltung im Freien oft gesünder als in der Wohnung, wo oft Zugluft oder trockene Luft herrschen. Für die Überwinterung draußen gibt es aber einige Voraussetzungen:

Die Tiere müssen an die Draußenhaltung länger gewöhnt sein. So haben sie Zeit, ein ausreichend dickes Winterfell zu bilden.

Der Stall sollte von allen Seiten gut isoliert und mit viel Stroh eingestreut sein, damit die Kaninchen ein warmes Nest haben. Den Eingang kann man an sehr kalten Tagen noch verhängen, um Zugluft zu vermeiden.

Bei Minustemperaturen frieren Trinkwasser und Frischfutter ein. Den Tieren sollte also mehrmals täglich frisches Wasser angeboten werden sowie das Frischfutter auf mehrere Rationen verteilt werden.

Bei der Kaninchenhaltung – vor allem im Freien – sollte man aber grundsätzlich bedenken, dass die Tiere gesellig leben möchten. Eine Einzeltierhaltung wird im Winter, wenn es uns rasch wieder nach drinnen zieht, schnell zur Einsamkeitshaltung.

 

Tierärztin Dr.med. vet. Bärbel Munzlinger

 

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