Schilddrüsen-Überfunktion Katze

25. Januar 2017

Eine der häufigsten Hormonstörungen älterer Katzen ist die Schilddrüsen-Überfunktion (Hyperthyreose). Über deren Ursachen wird noch geforscht. Unklar ist, inwiefern bestimmte Inhaltstoffe kommerziellen Fertigfutters wie Soja-Isoflavone oder auch Phthalate aus der Beschichtung der Dosen die Erkrankung mit verursachen können. Eventuell werden diese Hormonstörungen auch deshalb so oft gesehen, weil Katzen heute älter werden und weil gezielt nach diesen Erkrankungen gesucht wird.

Durch die Erkrankung laufen Stoffwechsel und Herzschlag der Tiere auf Hochtouren. Die Tiere sind häufig nervös und unruhig bei gleichzeitiger Müdigkeit, fressen sehr viel und nehmen trotzdem ab, sie erbrechen häufig. Durch die Blutdruck-Erhöhung werden Herz und Nieren vermehrt belastet und können Schaden nehmen. Insofern macht diese Erkrankung die Tiere immer noch kränker und senkt ihre Lebensqualität deutlich.

Die Diagnose erfolgt durch Abtasten der manchmal vergrößerten Schilddrüse, vor allem aber über eine Blutuntersuchung.

Die Therapie erfolgt lebenslang durch Tabletten. Hierbei sind regelmäßige Blutkontrollen notwendig, um die Dosis individuell einzustellen und eventuelle Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.

Auch eine Radiojodtherapie ist möglich. Dabei werden durch Injektion von radioaktivem Jod nur die übermäßig aktiven Schilddrüsenzellen zerstört. Diese Behandlung ist gut verträglich, Nachteil ist, dass die Katzen aufgrund der Radioaktivität für 2-3 Wochen in der entsprechenden Spezialklinik bleiben müssen.

In Einzelfällen kann auch die chirurgische Entfernung des veränderten Schilddrüsengewebes zu einem guten Erfolg führen.

Immer wieder erstaunlich ist, wie erfolgreich behandelte Katzen wieder aufblühen und kleine alte „Klappergestelle“ wieder etwas zunehmen und um Jahre jünger erscheinen.

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