Ohrentzündungen (Otitis externa) sind bei Tieren häufig!

03. September 2013

Unter einer Otitis externa versteht man eine Entzündung des äußeren Gehörganges einschließlich des Ohrkanals bis zum Trommelfell. Verursacht werden kann sie durch Milben, Bakterien, Pilze oder Fremdkörper. Sie wird begünstigt durch zugrundeliegende Allergien, die die Gehörgangs-Wand gereizt und damit empfindlich für Infektionen machen. Ohrentzündungen findet man am häufigsten bei Hunden und Katzen, aber auch Kaninchen sind immer wieder betroffen.

Hunde mit Hängeohren oder dichter Behaarung der Gehörgänge sind durch die verminderte Belüftung der Ohren infektionsgefährdet. Bei Katzen und Kaninchen sind Ohrmilben die häufigsten Verursacher.

Tiere mit Ohrentzündungen zeigen Symptome wie Juckreiz am Kopf, sie schütteln ihn häufig oder halten ihn leicht schief. Die Ohren sind schmerzhaft beim Anfassen und man findet Ansammlungen von schwarzem, braunem oder gelblichem, übelriechendem Sekret.

Als Komplikation kann die Entzündung auf Mittel- und Innenohr übergreifen und dabei zu massiven Gleichgewichts- und Hörstörungen führen.

Ohrentzündungen sind für Ihr Tier also sehr unangenehm und sollten eine  rasche tierärztliche Behandlung erfahren. Dabei werden die Ohren vorsichtig gereinigt, gegebenenfalls wird eine Tupfer-Probe entnommen.

Danach müssen die Ohren über einen längeren Zeitraum – auch zuhause – mit Ohrentropfen bzw. -salben behandelt werden. Spätestens nach einer Woche muss der Behandlungserfolg kontrolliert und die Therapie so lange fortgesetzt werden, bis die Entzündung vollständig abgeklungen ist. Ansonsten besteht ein hohes Rückfall-Risiko.

Bei immer wiederkehrenden Entzündungen ist auch an eine Allergie, v.a. an Futtermittel-Allergien  zu denken.

Vorbeugen kann man, indem man die Ohren regelmäßig auf Sauberkeit kontrolliert und gegebenenfalls mit milden Ohrreinigern spült.

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