Vergiftungen durch Nahrungsmittel bei Haustieren

09. Januar 2016

 

Vergiftungsgefahren sind bei Hunden und Katzen ein immer wieder gern diskutiertes Thema. Wenig bekannt ist aber, dass auch diverse menschliche Nahrungsmittel für Tiere erhebliche negative Auswirkungen haben können. Meist ist es eine Frage der aufgenommenen Menge, einzelne Lebensmittel können aber auch schon in kleiner Dosis giftig wirken.

Hier eine Auswahl, die sich sicher noch fortsetzen lässt:

1. Etlichen Tierbesitzern schon bekannt ist die Schokolade. Schuld ist der Wirkstoff Theobromin im Kakao. 20 g Bitterschokolade pro kg Körpergewicht (KG) sind giftig und führen zu Brechdurchfall, erhöhtem Puls, Zittern, Krämpfen, und Atembeschwerden bis hin zum Tod.

2. Schwefelstoffe in Zwiebeln und Knoblauch führen ab 5 g pro kg KG zur Zerstörung der roten Blutkörperchen. Das ist z.B. eine Knoblauch-Knolle für einen 10 kg schweren Hund.

3. Trauben, Rosinen und ganz besonders der oft in die Weinberge eingebrachte Trester der gekelterten Trauben können bei einzelnen Hunden schon ab10-30 g pro kg KG giftig wirken und ein Nierenversagen auslösen. Symptome sind Brechdurchfall und Lethargie.

4. Bei Macadamia-Nüssen ist der Giftstoff nicht bekannt, aber bei einem 15 kg schweren Hund können bereits 4 Nüsse zu Steifheit und Leberschädigung führen.

5. Steinobst-Kerne enthalten Blausäure, die beim Zerbeißen frei wird und schwere neurologische Symptome verursachen kann. Darüber hinaus können die Kerne je nach Größe von Hund und Kern im Darm stecken bleiben und zu einem Darmverschluss führen.

6. Xylit ist ein Zucker-Austausch-Stoff, den man in zahlreichen Diabetiker-Produkten, Bonbons, Kaugummis und Zahnpasta findet. Den vertragen Hunde und Katzen überhaupt nicht, denn er kann den Zuckerstoffwechsel empfindlich stören und zu einer lebensbedrohenden Unterzuckerung führen.

 

Bei fast allen Vergiftungen ist Erbrechen ein wichtiges Symptom. Dazu kommen je nach verursachendem Stoff oft Speicheln, Durchfall, Herz-Kreislauf-Probleme, Krämpfe oder auch Apathie. In solchen Fällen sollten Sie umgehend Ihre Tierarztpraxis aufsuchen.

 

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