Wie oft muss ich mein Tier entwurmen?

02. Mai 2013

Prinzipiell können alle Hunde und Katzen mit Würmern infiziert sein, unabhängig von Alter und Haltungsart (d.h. auch Wohnungskatzen!). Ihr Ansteckungsrisiko ist aber unterschiedlich.

Welpen können sich mit Spulwürmern bereits im Mutterleib bzw. über die Muttermilch infizieren. Später erfolgt die Infektion über den Kontakt zu anderen Tieren oder deren Kot. Bandwürmer werden durch Flöhe, rohes Fleisch oder Beutetiere wie z.B. Mäuse übertragen.

Erwachsene Tiere haben also ein erhöhtes Risiko für Wurmbefall, wenn sie freien Auslauf haben (Katzen), Kontakt zu Artgenossen pflegen, wenn sie Mäuse, Vögel oder Ähnliches fressen oder als Jagdhund eingesetzt werden.

Auf den Menschen können Spulwürmer, Hakenwürmer und bestimmte Bandwürmer auch übertragen werden. Hier sind ganz besonders kleine Kinder und Menschen mit eingeschränktem Immunsystem (z.B. durch bestimmte Medikamente nach Organtransplantationen oder wegen starker Allergien, bei Chemotherapien, Aids-infektionen, Leukämie etc.) gefährdet.

Je nach Infektionsrisiko sollten Hund und Katze in regelmäßigen Abständen entwurmt werden. Als Standard gelten mindestens vier Entwurmungen pro Jahr. Studien haben gezeigt, dass eine 1-2 malige Behandlung pro Jahr keinen ausreichenden Schutz bietet.

Wer vor unnötigen Medikamenten-Gaben zurückschreckt, kann alternativ regelmäßige Kotuntersuchungen vornehmen lassen. Hierbei werden über 3 Tage gesammelte Kotproben (je 1 Teelöffel) beim Tierarzt mikroskopisch auf Wurmeier untersucht. Dies sollte aber genauso häufig wie die empfohlenen Entwurmungen stattfinden.

Wichtig: Einen Wurmbefall beim Tier erkennt man in der Regel nicht mit bloßem Auge. Die Wurmeier sind mikroskopisch klein, erwachsene Spulwürmer werden nur zufällig und bei stärkerem Befall über Kot oder Erbrochenes ausgeschieden.

 

Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel, Schildkröten und andere Reptilien können übrigens auch Würmer haben. Hier empfiehlt sich allerdings, in jedem Fall zunächst per Kotuntersuchung eine genaue Diagnose zu stellen und dann das jeweilige Medikament zu wählen.

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