Wandernde Schuppen - Cheyletiellen bei Haustieren

28. August 2015

Vorwiegend bei Kaninchen, aber auch bei Hunden (v.a. Welpen) und Katzen findet man manchmal mehr oder weniger große Schuppen entlang der der Rückenlinie. Teilweise ist die Haut dabei merklich entzündet und juckend, manchmal ist die Erkrankung auch symptomlos. Mit geübtem Auge (->“wandernde Schuppen“) oder unter dem Mikroskop findet man dann kleine Milben und deren Eier, die ähnlich Läuse-Nissen (nur viel kleiner) an den Haaren kleben. Diese Milben – Cheyletiellen – kratzen und nagen an der Haut und ernähren sich von der austretenden Gewebs-Flüssigkeit.

Gelegentlich werden auch die Besitzer von ihren Tieren mit diesen Milben angesteckt. Die Folge sind kleine, rote, juckende Flecken an Kontaktstellen mit dem Haustier (Arme, Beine etc.). Da sich die Milben beim Menschen als Fehlwirt nicht weiterentwickeln, hört der Juckreiz nach einigen Tagen auf, wenn die inzwischen behandelten Tiere keine neuen Milben mehr übertragen.

Was also tun bei Befall?

Alle Tiere des Haushaltes müssen über einen ausreichend langen Zeitraum (wegen der langen Entwicklungszeit der Parasiten 6 Wochen) mit wirksamen Antiparasitika behandelt werden. Da Cheyletiellen im günstigsten Fall ohne Wirtstier bis zu 21 Tagen in der Umgebung überleben können, sollte diese gründlich gereinigt und evtl. mit Kontakt-Insektiziden behandelt werden.  Decken und Ähnliches können bei mindestens 55°C gewaschen werden. Temperatursensible Sachen wie Plüschtiere von Kindern können „gerettet“ werden, indem man sie für einige Tage in die Gefriertruhe legt.

Wenn man diese – durchaus aufwändige – Behandlung durchführt, ist die Prognose gut, die Plagegeister wieder dauerhaft loszuwerden.

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